Handbücher für 3500 Kameras kostenlos runterladen

Das ist definitiv die Nachricht des Tages! Genau genommen sogar der Woche. Eigentlich des Monats, doch der Oktober ist noch jung, weshalb ich mich hier jetzt nicht aus dem Fenster lehnen möchte. Aber kommen wir zur eigentlichen Neuigkeit:
Auf OrphanCameras.com kann man die Handbücher für 3500 Kameras jedweder Marke kostenlos runterladen. Sogar für meine alte Contaflex (siehe oben), welche ich mal aus einer Laune heraus bei eBay geschossen habe, gibt es eine Anleitung.
Vielen Dank an den Stilpir.at für diese Info.
Punch-Camera – Gestanzte Bilder sind das neue Polaroid
Matty Martin, ein Design-Student aus San Francisco, hatte die Idee zur Punch-Camera, der Polaroid des neuen Jahrtausend nur mit weniger Chemie. Und zwar funktioniert diese folgendermaßen:
Man macht ein Foto, steckt ein Blatt Papier oder dünne Pappe zwischen die Punch-Camera, haut ordentlich drauf und schon ist das geschossene Foto als gerastertes Bild in das Papier gestanzt. Außerdem werden auch die Meta-Daten mit gedruckt, so dass man das Bild mit der Suchmaschine seiner Wahl im Internet suche kann, so es denn jemand hochgeladen hat.
Diese Kamera ist genial. Die Sache mit den Meta-Daten kann man sich meiner Meinung nach in die Haaren schmieren, aber mal eben "on-the-fly" ein gerade geschossenes Foto in gerasterter Form in alles entfernt papier-ähnliche stanzen zu können, ist ein Traum. Es gibt viel Spielzeug und Blödsinn da draußen, den man gerne hätte und nicht brauch - aber diese Kamera würde ich mir wirklich kaufen. Hoffentlich geht die in Serie.
(Gefunden bei diskursdisko)
Boogie – Street Photography
Boogie stammt aus Belgrad, Serbien, und begann in den Neunzigern zu Zeiten des Bürgerkriegs damit Fotos von Menschen, Rebellion und Unruhen zu machen. Später ging er nach New York. Sein Portfolio umfasst viel Street Photography, schwarzweiß und mitunter gut gekörnt. Er war unterwegs in Mexico, Cuba und Istanbul, hat Skinheads, Crack-Süchtige und Gang-Mitglieder fotografiert.

Gang-Mitglied aus Queens, New York mit seiner halbautomatischen Maschinenpistole.

Serbischer Nazi-Skinhead beim Posieren.

Crack-Süchtige überprüft auf Pampers-Packung gestützt ihre Crack-Pfeife.
Das Portfolio ist wirklich beeindruckend. Ich kann jedem empfehlen, sich mal in Ruhe da durch zu klicken.
(via Artskills)
De Vetpan Studios – Herrliche Fotografie mit geringer Schärfentiefe
Hinter De Vetpan Studios steckt Siebe Warmoeskerken, ein 21-jähriger Möbelbauer aus den Niederlanden. Seine Seite wurde neulich schon vom Stylespion und auf dem ignant blog erwähnt, doch sind die Fotos so gut, dass ich selbst auch darüber berichten muss.
Siebe Warmoeskerken scheint es zu lieben, die Blende so weit wie möglich aufzureißen. Folglich zeichnen sich seine Bilder durch butterweiche Bokehs und geringe Schärfentiefe aus. Doch auch die Farben sind ganz ausgezeichnet.
Unbedingt auch die anderen Fotos auf seiner Seite angucken. Und wem das nicht reicht, dem sei noch sein Flickr-Stream ans Herz gelegt.
Fotos von Norderney
Anfang dieser Woche habe ich einen kleinen Abstecher nach Norderney gemacht, um die Insel abzuschreiten und ein paar Fotos zu machen. Dabei bin ich dem Irrtum erlegen, die Insel sei 7 bis 8 km lang. Sie ist jedoch 14 km lang, was ich am Ende irgendwie in meinen Füßen gespürt habe. Allerdings gab es so auch runde 6 km mehr Gelegenheit zu fotografieren.
Holzpfeiler am Strand, die wahrscheinlich den Tide-Bereich markieren. Festlegen möchte ich mich da aber nicht.
Der Leuchtturm von Norderney.
Beginn der Nord-Promenade auf Norderney.
Das bekannte Schiffswrack an der Ostspitze der Insel, welches 1967 dort aufgelaufen ist und nie geborgen wurde.
Toter Seestern am Strand, der von den Wellen umspielt wird.
Eine verkrüppelte, blattlose Birke in den Dünen.
Wellenbrecher in der Nord-Promenade von Norderney.
Zeitung, die sich in den Wellenbrechern am Strand verfangen hat und von der Abendsonne illuminiert wird.
Fernrohr für Touristen, die das nötige Kleingeld über haben und das Wasser von nahem sehen wollen, sich jedoch scheuen, fünf Schritte nach vorne Richtung Meer zu gehen.
Treppe auf einen Hügel in den Dünen, von dem man die Insel ganz gut im Blick hat.
Wie immer können die Bilder in der Lightbox betrachtet werden, einfach draufklicken.
Die Butter-Statuen von New York

Schon im letzten Jahr wurden auf der New York State Fair Skulpturen aus tausenden Pfund Butter ausgestellt. Menschen, Kühe, Kühlschränke und vieles mehr geformt aus dem leckeren Streichfett. Dagegen stinkt Margarine mal sowas von ab!
Gefunden bei @petapixel
Auf dem Weg zum Lindener Hafen
Um ein bißchen Bewegung zu kriegen, habe ich heute beschlossen, die Rückgabe der DVD bei der Videothek mit einem Spaziergang zum Lindener Hafen zu verbinden, um den Industrie-Charme ein wenig auf mich wirken zu lassen. Und weil ich nicht einfach nur rumlaufen und Löcher in die Luft gucken wollte, habe ich die Kamera auch noch mitgenommen. Deshalb jetzt hier ein paar Impressionen:
Drei Stromkästen beim Lichtenberg-Kreisel in Hannover Linden-Mitte.
Old School-Graffiti an verwinkelter Hinterhaus-Mélange.
Ein paar Holzpoller am Wegesrand. Nichts spektakuläres, aber die perfekte Gelegenheit für ein bißchen DoF-Action.
Lieferanten-Zufahrt beim Lindener real-Markt. Sehr geschmackvoll in dezentem Hellblau gehalten.
Die Raiffeisen-Hauptgenossenschaft vor dramatischem Himmel. Zu meinem Glück hat dieser an sich gehalten und keinen Sturzregen auf mich herab gelassen.
Gleise am Lindener Hafen.
Fußweg neben irgend einem Maschinenbauer am Westende des Lindener Hafens in Hannover.
Freitag abend im Niemandsland von Hannover
Wo ist denn das Niemandsland von Hannover, wird sich der/die aufmerksame Leser/in wahrscheinlich fragen? Ganz einfach, beim Schützenplatz, der Landesbibliothek von Niedersachen und dem Stadion. Meiner Einschätzung nach gehört das Gebiet weder zu Linden oder der Calenberger Neustadt, noch zur Südstadt. Natürlich gebe ich keine Garantie auf die Richtigkeit dieser Einschätzung, aber ich muss zugeben, relativ sicher zu sein.
Wie dem auch sei, wer sich ins Niemandsland vorwagt, tu gut dran, eine Kamera dabei zu haben. Schließlich will die Expedition für die Nachwelt festgehalten werden. So will ich denn kurz ein paar Beweisfotos präsentieren:
Hier die Statue, die vor der AWD-Arena (vormals Niedersachsen-Stadion) steht.
Das Stadionbad Hannover in der Dämmerung. Das geübte Auge erkennt sofort, dass es sich um ein HDR-Bild handelt.
Ein unbedeutender Fußweg neben der Baustelle beim Bundesleistungszentrum. Wahrscheinlich entsteht da ein neues Massage-Zentrum für die künftige deutsche Sport-Elite. Vorne illuminiert der nahe Biergarten die Baustellenbegrenzung.
Alle Fotos wurden in Photoshop im Kontrast angezogen und entsättigt.
Schlaflos in Hannover-Linden
Aufgrund einer Schlafrhythmusverschiebung, die mittelbar etwas damit zu tun hatte, dass irgendwo mäßige Musik lief, ich trotzdem hingegangen, und wider Erwarten ziemlich lange geblieben bin, hat es mich letzten Sonntag gegen Mitternacht nach draußen auf eine kleine Fototour getrieben. Und weil ich keine Lust hatte das schwere Stativ zu schleppen, habe ich mal geguckt, was man aus dem Restlicht da draußen machen kann.
Dafür musste natürlich das 50mm/f1.4 auf die Knipse. Im manuellen Modus habe ich die Belichtungszeit auf 1/60 Sekunde festgezurrt, die Blende voll aufgerissen und die ISO-Zahl auf die maximal möglichen 1600 gestellt. Außerdem habe ich die Bilder im Raw-Format gemacht, um sie hinterher am Rechner noch ordentlich aufhellen zu können. Denn die Unterbelichtung ist trotz f1.4-Blende ein ständiger Begleiter nachts da draußen.
Übrigens habe ich die Bilder schwarz-weiß gemacht, da das Bildrauschen sonst nicht zu ertragen wäre. In s/w kommen sie allerdings ganz gut. Und hier sind einige Resultate (für Großansicht draufklicken):
So sieht das aus. Das nächste mal bewaffne ich mich aber auf jeden Fall mit dem Stativ, da die Beleuchtungsverhältnisse förmlich nach Farbfotos schreien.
Flickr2Twitter — Innovationen von gestern

Endlich hat Flickr es geschafft, seinen Dienst mit Twitter zu verknüpfen. Man kann nun seinen Twitter-Account zur Liste seiner Blogs bei Flickr hinzufügen und hat dann über jedem seiner Fotos, sowie über den Fotos der User, die das erlauben, einen Button, um das Foto zu twittern.
Allerdings ist das ganze eine ziemlich schwache Nummer, wie der Titel dieses Beitrags leise andeutet. Das t3n Magazin weist denn berechtigterweise auch darauf hin, dass Dienste wie Twitpic und yFrog diesen Service schon seit geraumer Zeit anbieten, ohne dass Flickr auch annähernd auf die Idee gekommen wäre, dass da in ihrem Bereich "gewildert" wird: Der Fotografie.
Ein weiterer Punkt ist der, dass es bei Flickr2Twitter eigentlich nicht nur darum geht, den Usern das "Einbauen" von Bildern bei Twitter zu ermöglichen. Bilder auf Twitter haben einen ganz anderen Anspruch, als Bilder auf Flickr, wenn man es mal oberflächlich betrachtet. Von daher kann man nachvollziehen, dass Flickr nichts mit dieser Handy-/"Guckt mal, was ich gerade esse"-Knipserei auf Twitpic und yFrog zu tun haben wollte.
Allerdings wird da der Aspekt übersehen, dass Twitter auch für bestehende Flickr-User eine gute Möglichkeit ist, Publicity zu bekommen. Genauso, wie auf jedem ernstzunehmenden Blog unter jedem Beitrag ein Twit This-Button ist und Dienste, wie bspw. YiGG oder Mister Wong es ermöglichen, jede neu eingereichte Nachricht, direkt auf Twitter abzusetzen, so ist diese Möglichkeit auch für Flickr-User eine wahre Goldgrube an Klicks (eine entsprechende Follower-Schar vorausgesetzt).
Daran hat man bei Flickr anscheinend aber nie gedacht. Wahrscheinlich dachte man, dass man selbst so viel Traffic hat, dass man auf Dienste wie Twitter nicht angewiesen ist. Wer weiß das schon…
Auf jeden Fall zeugt die Integration von Twitter über die Blog This-Funktion letztlich nicht von Weisheit dahingehend. Schließlich kann man diese Funktion für andere User erlauben oder nicht, eine Ausnahme für Twitter wird jedoch nicht gemacht. Dabei ist es ein Riesenunterschied, ob ich das Bild von jemandem auf meinen Blog einbaue, oder nur einen Link auf das Bild bei Twitter setze. Zugegeben, einen Tweet mit einem Link auf ein Foto bei Flickr kann ich mir auch selber zusammen schustern, aber letztendlich stellt sich die Frage, inwiefern man die Möglichkeiten von Social Media nutzen, und seinen Usern die Nutzung seines Dienstes so einfach wie möglich gestalten kann.
Der langen Rede kurzer Sinn:
Flickr kommt viel zu spät mit einem Feature und präsentiert das dann auch noch unausgereift. Chapeau!
































