Minimalismus – Messe/Ost
Heute hat es mich zur Messe/Ost in Hannover verschlagen und zwar genau genommen zum alten Expo-Gelände. Dort vereinen sich urbane Tristesse mit weltmännisch klingenden Straßennamen und herunter gekommenen Pavillons. Leider war das Wetter nicht das beste, aber wenn man ehrlich ist, passen grauer Himmel, schneidender Wind und kalter Nieselregen viel besser zu diesem Ort, als Sonnenschein und eine laue Sommerbrise.
Auf jeden Fall ist ein Ausflug zur Messe/Ost immer lohnenswert, da die paar Pavillons, die die letzten 10 Jahre seit der Expo 2000 überlebt haben, von der Substanz her zwar das Allerletzte sind, von der Architektur her aber trotzdem zu gefallen wissen. So hat man als Fotograf in Hannovers Norden die Möglichkeit Urban Decay und geschmackvolle Baukunst auf engstem Raum zu erleben. Ich selbst habe die Möglichkeit genutzt, dem visuellen Minimalismus zu frönen.
Übrigens kann man den Besuch des ehemaligen Expo-Geländes prima mit einem Besuch bei Ikea abrunden, um sich bei Kaffee, Köttbular und Hot Dogs zu stärken. Schließlich macht Herumlaufen und Fotografieren hungrig. Erstrecht bei den momentanen Witterungsbedingungen.
Schnee in Hannover
Der Winter lässt sich dieses Jahr nicht lumpen und beschert Hannover eine Schneedecke, die es in der Dicke wohl noch nicht gegeben hat, seit ich das Wort Schnee buchstabieren kann. Alles Grau verschwindet unter einem Weiß und der Lärm der Stadt wird zumindest eine Zeit lang durch den fluffigen Belag gedämpft.
Die perfekte Gelegenheit meine neue Kamera zu testen und die Schneemengen fotografisch festzuhalten. Sonst glaubt uns das doch später keiner. Nachfolgend ein paar Bilder, die ich einerseits tagsüber und andererseits nachts gemacht habe, und die allesamt entsättigt und hart im Kontrast angezogen sind.
Die Ortsfeuerwehr Hannover-Linden bei Nacht und im Schnee.
Das Kestner-Museum Hannover im Schnee.
Verschneite Stadtvilla in Hannover-Linden.
Schnee auf den Dächern des Neuen Rathauses von Hannover.
Schneebedeckte Straße in Hannover-Linden bei Nacht.
Wie immer aktiviert ihr die Lightbox, wenn ihr auf die Fotos klickt, und könnt diese so in voller Auflösung betrachten. Es sei denn, ihr sitzt am Feedreader, dann ist Essig mit Lightbox.
Entsättigter Herbst
Da die Tage größtenteils grau sind und der Herbst die Stadt im Griff hat, macht es eigentlich gar keinen Sinn mehr, Farbfotos zu schießen. Deshalb habe ich bei meinem Spaziergang in die Hannover Innenstadt ein paar Schwarz-Weiß-Fotos geschossen, um mich darauf einzustimmen. Bis zum nächsten Frühjahr werde ich sicherlich noch viele Schwarz-Weiß-Bilder machen.
Den Spaziergang in die Stadt habe ich übrigens unternommen, um eine Karte für das "I Am Kloot"-Konzert am Sonntag im Béi Chéz Héinz zu kaufen. Ein Reinfall, da das Konzert abgesagt wurde… *hrmpf*
Der Herbst malt die Bäume an
Da das Wetter heute ganz passabel war, habe ich die Gelegenheit genutzt und bin mit der Kamera durchs herbstliche Hannover spaziert. Immerhin hängt das bunte Laub nicht ewig an den Bäumen. Und bevor es auf den Straßen vermodert und zur tödlichen Gefahr für Rentner und Besoffene wird, die darauf ausgleiten, wollte ich es auf jeden Fall nochmal fotografiert haben.
Die Ergebnisse werde ich euch natürlich nicht vorenthalten:
Wie immer öffnet sich die Lightbox, wenn ihr auf die Fotos klickt, und offenbart die Fotos in größerer Auflösung.
Auf dem Weg zum Lindener Hafen
Um ein bißchen Bewegung zu kriegen, habe ich heute beschlossen, die Rückgabe der DVD bei der Videothek mit einem Spaziergang zum Lindener Hafen zu verbinden, um den Industrie-Charme ein wenig auf mich wirken zu lassen. Und weil ich nicht einfach nur rumlaufen und Löcher in die Luft gucken wollte, habe ich die Kamera auch noch mitgenommen. Deshalb jetzt hier ein paar Impressionen:
Drei Stromkästen beim Lichtenberg-Kreisel in Hannover Linden-Mitte.
Old School-Graffiti an verwinkelter Hinterhaus-Mélange.
Ein paar Holzpoller am Wegesrand. Nichts spektakuläres, aber die perfekte Gelegenheit für ein bißchen DoF-Action.
Lieferanten-Zufahrt beim Lindener real-Markt. Sehr geschmackvoll in dezentem Hellblau gehalten.
Die Raiffeisen-Hauptgenossenschaft vor dramatischem Himmel. Zu meinem Glück hat dieser an sich gehalten und keinen Sturzregen auf mich herab gelassen.
Gleise am Lindener Hafen.
Fußweg neben irgend einem Maschinenbauer am Westende des Lindener Hafens in Hannover.
Freitag abend im Niemandsland von Hannover
Wo ist denn das Niemandsland von Hannover, wird sich der/die aufmerksame Leser/in wahrscheinlich fragen? Ganz einfach, beim Schützenplatz, der Landesbibliothek von Niedersachen und dem Stadion. Meiner Einschätzung nach gehört das Gebiet weder zu Linden oder der Calenberger Neustadt, noch zur Südstadt. Natürlich gebe ich keine Garantie auf die Richtigkeit dieser Einschätzung, aber ich muss zugeben, relativ sicher zu sein.
Wie dem auch sei, wer sich ins Niemandsland vorwagt, tu gut dran, eine Kamera dabei zu haben. Schließlich will die Expedition für die Nachwelt festgehalten werden. So will ich denn kurz ein paar Beweisfotos präsentieren:
Hier die Statue, die vor der AWD-Arena (vormals Niedersachsen-Stadion) steht.
Das Stadionbad Hannover in der Dämmerung. Das geübte Auge erkennt sofort, dass es sich um ein HDR-Bild handelt.
Ein unbedeutender Fußweg neben der Baustelle beim Bundesleistungszentrum. Wahrscheinlich entsteht da ein neues Massage-Zentrum für die künftige deutsche Sport-Elite. Vorne illuminiert der nahe Biergarten die Baustellenbegrenzung.
Alle Fotos wurden in Photoshop im Kontrast angezogen und entsättigt.
Schlaflos in Hannover-Linden
Aufgrund einer Schlafrhythmusverschiebung, die mittelbar etwas damit zu tun hatte, dass irgendwo mäßige Musik lief, ich trotzdem hingegangen, und wider Erwarten ziemlich lange geblieben bin, hat es mich letzten Sonntag gegen Mitternacht nach draußen auf eine kleine Fototour getrieben. Und weil ich keine Lust hatte das schwere Stativ zu schleppen, habe ich mal geguckt, was man aus dem Restlicht da draußen machen kann.
Dafür musste natürlich das 50mm/f1.4 auf die Knipse. Im manuellen Modus habe ich die Belichtungszeit auf 1/60 Sekunde festgezurrt, die Blende voll aufgerissen und die ISO-Zahl auf die maximal möglichen 1600 gestellt. Außerdem habe ich die Bilder im Raw-Format gemacht, um sie hinterher am Rechner noch ordentlich aufhellen zu können. Denn die Unterbelichtung ist trotz f1.4-Blende ein ständiger Begleiter nachts da draußen.
Übrigens habe ich die Bilder schwarz-weiß gemacht, da das Bildrauschen sonst nicht zu ertragen wäre. In s/w kommen sie allerdings ganz gut. Und hier sind einige Resultate (für Großansicht draufklicken):
So sieht das aus. Das nächste mal bewaffne ich mich aber auf jeden Fall mit dem Stativ, da die Beleuchtungsverhältnisse förmlich nach Farbfotos schreien.
Grimme Online Award 2009 geht nach Hannover

Der Grimme Online Award 2009 in der Kategorie "Wissen & Bildung" geht nach Hannover, genauer gesagt an das Design Tagebuch von Achim Schaffrinna. Herzlichen Glückwunsch dazu von meiner Seite.
Wer das Design Tagebuch noch nicht kennt: Achim stellt dort regelmäßig überarbeitete Logos, Websites und CDs vor. Sei es nun von Unternehmen, Städten oder Universitäten. Alles sehr schön und fachkundig kommentiert. Dabei stellt sich mir regelmäßig die Frage: Wo nimmt der Mann nur immer die Informationen her?!
Weiterführende Links:
Ursula von der Leyen an der Universität Hannover von Aktivisten überrascht

Vorgestern, am 12. Juni 2009, war Ursula von der Leyen aka Ursula von der Laien aka Zensursula aka Zensuschi an der Universität Hannover und hat anlässlich der Verleihung des Sozialpreises des deutschen Studentenwerks in Hannover eine Rede gehalten. Dabei wurde sie von Aktivisten überrascht, die an der Balustrade hinter ihr ein für alle Gäste gut sichtbares Transparent mit obigem Slogan gegen die geplanten Netzsperren aufhängten.
Frau von der Leyen hat sich daraufhin bemüßigt gefühlt, das Thema spontan in ihre Rede einzubauen. Dass sie dabei vom Schutz der Menschenwürde misshandelter und missbrauchter Kinder im Internet redete, deren Entwürdigung jedoch gleichzeitig auf den Gipfel führte, indem sie sie für die Einführung eines Zensurapparats instrumentalisiert, dürfte wohl niemanden mehr überraschen. Die (fast) vollständige Rede, sowie Fotos der Aktion gibt es in den weiterführenden Links.
Weiterführende Links:









































