Google Music Tour – Starker Auftritt mit fadem Abgang
Google stellt seinen neuen Service “Music” mit einer ziemlich beeindruckenden Tour vor. Diese ist multimedial, gefällig im Design und insgesamt sehr kurzweilig. Die einzelnen Bereiche der Tour werden durch Tonspuren repräsentiert, die quirlig über den Bildschirm flitzen und sich sukzessive zu einem Song ergänzen.
Ist man mit der Tour fertig, ist auch der Song vollständig und kann kostenlos heruntergeladen werden. Das ist ein ziemlich guter Call-to-Action und katapultiert den Besucher direkt in das Google-Music-System. Die erste Hemmschwelle, den Service auszuprobieren, könnte also schnell abgebaut sein. Allerdings funktioniert das nicht, wenn man nach dem Klicken des Download-Buttons folgende Seite angezeigt bekommt:
Nun muss man Google zugute halten, dass der Service noch brandneu ist und es daher nicht verwundern sollte, wenn er nur nach und nach über die US-amerikanischen Landesgrenzen hinaus erweitert wird. Aber ein bißchen ernüchternd war das nach der Präsentation zuvor schon…
(via @73inches)
Plumpe Abschreckungswerbung von LEGO

Wenn man an LEGO denkt, denkt man automatisch an die sympathischen kleinen Plastik-Figuren mit den klobigen Köpfen, an bunte Steine und an ein Spielzeug, welches nicht nur Jung und Alt fasziniert, sondern das auch über einen langen Zeitraum Spaß macht und einfach nicht langweilig wird. Auf dieses bunte, fröhliche Image baut LEGO auf und wohl u.a. deshalb, standen sie noch 2007 auf Platz 1 der Liste der am meisten respektierten Unternehmen der Welt (Link zum PDF der Studie).
Doch scheinbar konnte die von LEGO beauftragte Agentur nichts mit dem Saubermann-Image anfangen und setzte stattdessen auf Abschreckung und Schockierung. Man sollte seine Kinder also nicht Fernseh gucken lassen, sonst enden sie als Junkies. Und was sollen dann die Nachbarn denken! Dann doch lieber LEGO, damit aus dem Nachwuchs wertvolle Mitglieder unserer Gesellschaft werden.
Was für ein plumpe Milchmädchenrechnung. Wie kann man seine Marke nur so von einer Agentur verheizen lassen und dafür auch noch bezahlen? Ich kann ja verstehen, wenn man die ausgetretenen Pfade mal verlassen möchte. Trotzdem darf man nicht aus den Augen verlieren, worum es geht: Um Spielzeug. Und kein Therapiemittel für chronisch vernachlässigte Kinder und Jugendliche. Auch wenn es das hier und dort sicherlich ist.
Mehr Bilder gibt es übrigens bei meetinx.
Gefunden bei Design Tagebuch
#Vodafail – Eine Geschichte voller Missverständnisse

Die ganze #Vodafail/Twittermom-Geschichte ist eine Verkettung von Fehlern:
- Ute Hamelmann schreibt einen platten PR-Text und verhökert damit ihre Glaubwürdigkeit.
- Die PR-Verantwortlichen bei Vodafone freuen sich über einen Beitrag von jemandem mit Authentizität, denken aber nicht darüber nach, wie der Text bei der Zielgruppe aufgenommen werden könnte und ob die Authentizität der Verfasserin auch im Beitrag transportiert wird.
- Ein wütender Mob fällt in den Kommentaren über den Beitrag her, selbstgerecht/-gefällig bis zur Unerträglichkeit und so unsachlich wie möglich.
Übrig bleibt ein neues Kunstwort - #Vodafail - und ein Paradebeispiel misslungener PR für die Lehrbücher. Keine schlechte Bilanz für einen Blog-Beitrag. Und da man davon ausgehen kann, dass Vodafone die Kampagne nicht einfach einstellen wird, darf man gespannt sein, was noch so kommt.
Mein Senf zu Vodafones neuer Kampagne
Alle scheinen sich derzeitig über die neue Vodafone-Kamapgne aufzuregen. Das liegt zum einen sicher am Mitwirken von Sascha Lobo und zum anderen an Aussagen, wie diesen:
Die „Generation Upload“ ist Herr über ihre Zeit. Sie nutzt moderne Kommunikationstechnologien nicht als Selbstzweck, sondern vielmehr als Werkzeug zur Selbstverwirklichung. Es sind normale Menschen wie Du und ich. Und doch oder gerade deswegen sind sie die Helden von heute.
Ich selbst gehöre nicht zu den Sascha Lobo-Jüngern. Ich möchte sogar anzweifeln, dass er es schafft, die sogenannte "Generation Upload" am besten zu repräsentieren. Andererseits passt seine Frisur zur Corporate Identitiy von Vodafone und wenn sich nicht jeder, der den Werbespot sieht, mit ihm identifizieren kann, ist das sicherlich auch nicht tragisch.
Und was das Zitat anbelangt: Ich selbst habe vorhin in einem Kommentar auf Stylespion geschrieben, dass derartig anbiederndes Werbegeseier bei mir nicht die erwünschte Hoffnung entfalten wird. Allerdings ist das Zitat vom Vodafone-Blog und bestes PR-Deutsch. Sowas gehört zwar nicht unbedingt auf einen Corporate Blog, aber im Eifer des Gefechts passiert das schon mal. Schön blöd, aber kein Grund, die ganze Kampagne zu verurteilen.
Deshalb meine Meinung: Die Kampagne ist die ganze Aufregung nicht wert. Es gibt hippe Musik, hippe Leute, viele Farben und sogar eine Repräsentantin der Silversurfer. Das Rad wird nicht neu erfunden, es wird niemandem auf den Schlips getreten und von der Aufmachung unterscheidet sie sich nicht groß von früheren Kampagnen.
Warum also so ein Wind?!
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