Was gibt die FDP Hannover auf die Jugendarbeit?
Gestern, am 31. August 2011, hat der Stadtjugendring Hannover e.V. eine Informationsveranstaltung für Erstwähler ausgerichtet, um sie auf die anstehenden Kommunalwahlen am 11. September 2011 einzustimmen. Dafür wurde im Vorfeld ein Fragenkatalog erarbeitet und an die jugendpolitischen Sprecher der im Rat der Landeshauptstadt vertretenen Parteien versandt.
Die Fragen bezogen sich auf das Thema Jugendarbeit und gestalteten sich wie folgt:
-
Wie wollt ihr in den nächsten Jahren Jugendverbandsarbeit unterstützen?
-
Erhöhung der Pauschalmittel, wenn Jugendorganisationen mit Migrationshintergrund in den Ring aufgenommen würden?
-
Ein besonderes Projekt?
-
Gleichberechtigte Förderung der Hauptamtlichenstellen?
-
Einbeziehung von Menschen mit besonderem Förderungsbedarf?
-
Einbeziehung von Eltern in die Förderung?
Zusätzlich gab es zu jeder Frage einen erläuternden Satz.
Das Feedback der Aktion war denn auch recht ansehnlich; die jugendpolitischen Sprecher von CDU, Die Grünen, Die Linke und der SPD haben sich die Zeit genommen und alle Fragen hinreichend beantwortet.
Einzig die FDP wollte nicht so recht "mitspielen". Ihr jugendpolitischer Sprecher Dr. Nils Tilsen hat sich – aus welchen Gründen auch immer – nicht mit der Beantwortung der Fragen belastet, sondern kurzerhand folgendes Schreiben aufgesetzt:
“…ich teile Ihnen mit, dass ich mich außerstande sehe, Ihren Fragenkatalog abzuarbeiten.
Die Fragen sind teilweise so ins Detail gehend, dass es für mich einen erheblichen Zeitaufwand bedeuten würde, diese fachgerecht zu beantworten.
Ich finde es zwar von Ihnen taktisch geschickt, hier Kommunalpolitiker für die nächste Wahlperiode auf Ihre Probleme hinzuweisen und jetzt schon Unterstützung schriftlich einzufordern, aber auf einen solchen Deal lasse ich mich nicht ein.
Ich möchte Sie auf die Position der FDP-Ratsfraktion zu den letzten Haushaltsberatungen hinweisen, dass wir die freiwilligen sozialen Leistungen der Stadt, aufgrund der prekären Haushaltslage, pauschal kürzen wollen. Daher gehen Sie bitte davon aus, dass auch die Vertreter der FDP in der nächsten Wahlperiode einen möglichst ausgeglichenen Haushalt als die beste Lösung besonders für die jungen Menschen unserer Stadt als Prämisse ansehen.
Daher kann ich Ihnen nur anraten, dass Sie selber, durch Umschichtung in Ihren eigenen Strukturen, die von Ihnen selbst gesteckten Ziele erreichen müssen.
Ich bitte um Ihr Verständnis.
Mit freundlichen Grüßen! Dr. med. Nils Tilsen”
Das nenne ich mal ein “herzliches” Schreiben. Inwiefern der Mitarbeiter für Öffentlichkeitsarbeit und PR im Urlaub war oder ein derartiger Umgang mit den Anspruchsgruppen bei der FDP Hannover zum Standard gehört, lässt sich nur spekulieren.
Als langjähriger Ehrenamtlicher der Jugendverbandsarbeit des VCP kann ich mich allerdings über ein solches Verhalten nur wundern. In Zeiten zunehmender Kinderarmut, fortschreitender Zerklüftung der Gesellschaft und steigender Jugendkriminalität zu behaupten, ein ausgeglichener Haushalt wäre die beste Lösung für junge Menschen ist in höchstem Maße zynisch.
Weiterhin den Ruf nach Unterstützung als niederes Belästigen herabzustufen ohne sich ernsthaft mit der Materie auseinandersetzen zu wollen, ist in meinen Augen beängstigend. Ich weiß nicht, welches Verständnis von Politik dem zugrunde liegt. Ich würde allerdings vermuten wollen, dass es zum Aufgabenbereich eines jugendpolitischen Sprechers gehört, sich um jugendpolitische Belange zu kümmern.
Dazu gehört auch, dass man sich mit Vertretern der Jugendarbeit auseinandersetzt und diesen nicht einfach auf den Weg mit gibt, sie sollen sich selber um ihren Kram kümmern und eben ihre Strukturen anpassen. Zwar sind Einrichtungen der Jugendarbeit in der Regel keine straff organisierten Wirtschaftsbetriebe. Allerdings ist es fraglich, inwiefern sie das sein müssen. Unabhängig davon ist Ignoranz gegenüber den Sorgen und Nöten dieser Einrichtungen ganz sicher nicht das adäquate Mittel.
Deshalb zum Abschluss die Frage an Herrn Nils Tilsen: Was haben sie sich bei diesem Schreiben gedacht?
Open Transport Tycoon Deluxe – Der Klassiker als Open-Source-Version
Ich weiß nicht, wie oft ich mich schon darüber beschwert habe, dass es den Klassiker “Transport Tycoon Deluxe” nicht mehr gibt und scheinbar vergleichbare Spiele heutzutage nicht mehr entwickelt habe. In meiner Jugend habe ich einen gewissen Teil meiner Zeit in dieses Spiel investiert und neben “Civilization”, “Sim City 2000” und “Die Siedler” ist es definitiv einer meiner Alltime-Favorites. Auch wenn ich sonst kein großer Gamer bin.
Was jedoch komplett an mir vorüber gegangen ist, ist die Tatsache, dass “Transport Tycoon Deluxe” seit 2004 als Open-Source-Projekt existiert und für Mac OS X, Linus und Windows erhältlich ist. Das ganze firmiert unter der Bezeichnung OpenTTD. Wenn das kein Grund zur Freude ist. Ich kann jedem, der sich für Simulationen und Strategiespiele interessiert und bisher nichts mit TTD zu tun hatte, nur empfehlen, das Spiel mal anzutesten.
Die Grafik ist schwer 90'er, aber das sollte in Zeiten wie diesen, wo Menschen in “Blockbuster”-Games mit ausgeprägter Pixelgrafik quantenphysikalische Experimente unter Verwendung digitaler Hühnern nachstellen, kein Problem sein, denke ich…
Link: OpenTTD dans les webs
Ein paar Worte zur Causa “Nerdcore | Euroweb”
Dass René Walter seine Domain "Nerdcore.de" an Euroweb abgeben musste, ist nicht mehr neu und ich will hier auch niemanden mit dem hunderttausendsten Kommentar dazu langweilen, wie schlimm das alles ist. Als "Mann vom Fach" (klingt sehr hochtrabend, ich weiß
), fallen mir bei der Interimsseite unter www.nerdcore.de aber zwei Details auf, die mich schon etwas wundern.
Zum einen wird auf Kommentar-Pagination verzichtet. Das ist allerdings nicht so gravierend, könnte man doch der Annahme anhängen, die Euroweb Internet GmbH hätte angesichts der Häme, die sich dort in den über 1700 Kommentaren ergießt, gar kein gesteigertes Interesse daran, dass die - vom Markup mittlerweile vollkommen überfrachtete - Kommentarseite zügig lädt.
Eine andere Sache macht mich viel mehr stutzig: Gelangt man über eine Suchmaschine oder einen der im Netz verstreuten Links auf einen Nerdcore-Artikel, erscheint eine profane 404-Seite mit dem Hinweis, dass die aufgerufene Seite nicht existiert. Angesichts der Tatsache, dass die Causa "Nerdcore | Euroweb" in gewisser Weise schon pikant ist und zu nicht unerheblicher Kontroverse geführt hat, wäre mir an Stelle der Euroweb Internet GmbH daran gelegen gewesen, soweit wie möglich jeden Besucher auf www.nerdcore.de abzufangen und die momentane Situation hinlänglich zu kommunizieren.
Sei es, dass man eine entsprechende Erklärung auf der 404-Seite anzeigt oder die 404-Seite der Einfachheit halber gleich auf die Startseite umleitet. Könnte man jedenfalls machen. Man könnte genau genommen sehr vieles machen. Und vieles wiederum lassen. Aber das ist ein anderes Thema…
Wer übrigens nicht weiß, worum es bei der Causa "Nerdcore | Euroweb" genau geht, hat im folgenden ein paar Links mit weiterführenden Informationen:
Kabel Deutschland und die Postwurfsendung
Postwurfsendungen gehören zum festen Marketing-Kanon von Kabel Deutschland. Die dafür nötigen Adressen werden (u.a.?!) von der AZ Direct GmbH aus Gütersloh gekauft, die sich auf das Handeln mit Adressen verlegt hat. Grundsätzlich kann man sich darüber streiten, welchen betriebswirtschaftlichen Nutzen das Belästigen unbescholtener Bürger mit Briefwerbung hat, aber das würde den Rahmen sprengen.

Interessanter ist, dass meine Daten bei der AZ Direct GmbH vorliegen (scheinbar habe ich irgendwann im Netz ein Häkchen zu wenig weg gemacht…) und ich deshalb in den Genuss regelmäßiger Postwurfsendungen durch Kabel Deutschland gekommen bin. Kuriose Angelegenheit, dachte ich bei mir. Wenn sie sicherstellen wollen, dass ich niemals Kunde bei ihnen werden, können sie sich wohl damit rühmen, die nötigen Schritte unternommen zu haben.
Und um dem Terror Einhalt zu gebieten, habe ich mich an den Kundenservice gewandt und darum gebeten, meine Daten zu löschen. Schließlich haben sie ausreichend sichergestellt, dass ich keinen Vertrag mehr bei ihnen unterschreiben werden - jede weitere Postwurfsendung wäre somit verschwendetes Geld. Außerdem interessierte mich, was hinter der markigen Ansage im Kleingedruckten der Werbebriefe steckte:
Wir bieten volle Transparenz über die Verarbeitung ihrer Daten und ihr Recht auf Werbewiederspruch: …
Dazu noch Internet- und Email-Adresse, sowie Telefonnummer des Kundenservice, wo man den Werbe-Schwachsinn zu beiderseitigem Vorteil beenden kann. Obendrein der Hinweis, wo die Daten erworben wurden und dass alles rechtmäßig und im Sinne des Datenschutzes stattgefunden hat.
Die Antwort kam auch keine 12 Stunden später um 7 Uhr in der Frühe: Meine genauen Daten würden fehlen und…
Unser Vorschlag: Bitte schicken Sie uns Ihre Anfrage noch einmal mit diesen Daten. Dann kümmern wir uns selbstverständlich sofort darum. Vielen Dank!
"Shame on me!" dachte ich mir, ich muss den guten Leuten natürlich auch was geben, womit sie arbeiten können. Also hurtig - zwei Stunden später - eine Antwort verfasst und meine genauen Daten hingeschickt. Etwas mulmig war mir zwar schon dabei zumute, da sie jetzt wissen würden, dass die Werbebriefe auch wirklich ankommen, aber ich beruhigte mich damit, dass ich an ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland schreibe und nicht an das RBS oder an einen drittklassigen Spammer mit Sitz auf Honululu (No Offense!).
Es kam dann auch nichts mehr zurück, weshalb ich davon ausging, dass sie meine Daten zwar gelöscht hätten, aber aufgrund meines Unwillens eingeschnappt seien und deshalb auf eine abschließende Email verzichten und mich mit Ungnade und Nichtbeachtung strafen würden. Sind ja schließlich auch nur Menschen dort bei Kabel Deutschland.
Doch hatte ich mich zu früh gefreut. Heute kam wieder der Standard-Werbebrief reingeflattert:
Kabel Deutschland, bla bla, alles doppelt so schnell und gratis für 22,90 Euro, bla blub, Gratis-Installation, sülz, kostenloser Anruf, fasel, Sparen und Susanne May. Kundenkommunikation!
Man kann sich vorstellen, dass ich einigermaßen überrascht war. Ich muss auch zugeben, dass ich diesen Artikel schreibe, bevor ich mich ein drittes mal an den Kundenservice wende und höflichst um das klein gedruckte Bisschen Transparenz bitte. Ich muss zu meiner Verteidigung allerdings sagen, dass ich nicht davon ausgehe, dass Kabel Deutschland es dieses mal schaffen wird, der Bitte um Löschung meiner Daten nachzukommen. Von daher habe ich keine Eile.
Nur ein paar offene Worte an Frau Susanne May möchte ich an dieser Stelle loswerden:
Erschütternd schlechte Arbeit, die sie und ihr Team da leisten. Hängen sie von mir aus dem Luftschloss nach, mit Brief-Werbe-Terror könnte man Kunden gewinnen, aber vergraulen sie doch nicht so fahrlässig Neukundschaft. Oder ist mir entgangen, dass Kabel Deutschland längst mit Abstand Marktführer ist und sie durch diese Flut an sinnlosen Briefen lediglich versuchen ihre Stelle zu rechtfertigen und so der Arbeitslosigkeit zu entgehen?
Feine Fahrräder von Bertelli aus New York
Bertelli kommt aus New York City und hat sich auf das Herstellen von Fahrrädern verlegt. Er produziert ausschließlich Track Bikes und Fixed Gear, außerdem sind seine Räder Einzelstücke.
Gefunden bei Minimalissimo
Lost – Was passierte nach der Bombenexplosion?

Spoiler-Gefahr!
Letzte Woche lief ja die sechste und finale Staffel von Lost an und ich hatte das Vergnügen, die erste Doppelfolge sehen zu können. Zur Erinnerung: Am Ende der 5. Staffel zündet Juliette die Bombe im Bohrschacht der zukünftige Schwanen-Station mit ein paar beherzten Steinschlägen. Daraufhin präsentiert sich dem geneigten Zuschauer in Season 6 eine Parallelwelt, in der der Oceanic-Flug 8-15 nicht abgestürzt ist und die Protagonisten alle munter nach L.A. fliegen.
Außerdem gibt es die bisherige Welt, in der Juliette, Sawyer, Hurley, Sayid, Jack, Kate, Jin und Miles nach der Detonation der Bombe im Jahr 2007 aufwachen - mit einem leichten Fiepen auf den Ohren, zurück aus der Vergangenheit. Und das ist der Punkt, der mir nicht einleuchten will.
Wenn ich das richtig verstehe, sind sie an der gleichen Stelle in der gleichen Welt - nur 30 Jahren später. Die Detonation hat also stattgefunden. Daher auch das Fiepen auf den Ohren. Nur müsste dann anstatt des Bohrschachts und des ganzen Stahlgerümpels, welches kurz vor der Explosion vom magnetischen Gestein im Schacht angezogen wurde, nicht ein Bombenkrater dort sein?
Die Bombe, die die Protagonisten dort hingebracht haben, war der Zünder einer Wasserstoffbombe - ergo eine Atombombe. Das wiederum bedeutet, dass direkt neben Juliettes Gesicht zum Zeitpunkt der Detonation für einen kurzen Augenblick Temperaturen von mehreren Millionen Grad geherrscht haben. Nun wurde sie zwar durch die Zeit gebeamt, aber alles andere dort in dem Schacht hätte verdunstet sein müssen.
Letztendlich stellt sich die Frage: Handelt es sich um einen logischen Fehler oder einfach ein weiteres Rätsel? Gibt es vielleicht drei Parallelwelten und in einer sind die Protagonisten in der Atombombenexplosion umgekommen??
Kommunikationsschwierigkeiten
Ich: 'Tschuldigung, weißt du, wann es hier Essen gibt?
Konfirmand: Drüben, in dem anderen Gebäude, wenn du rauskommst links und dann hinten im Erdgeschoss.
Ich: Nee, ich meine wann??
Konfirmand: Ach so, Erbsensuppe!
Ich: Nein, wann???
Konfirmand: Ach so! Ich glaube um halb eins.
Ich: Danke!
Das Mortadella-Buch von Christoph Hänsli

Gerade noch war ich bei Da Giorgio und habe mir eine schmackhafte Mortadella-Bemme geschossen, schon läuft mir das Mortadella-Buch von Christoph Hänsli über den Weg. Das ist ein Zeichen - ich soll darüber bloggen. Und das tue ich hiermit auch.
Für sein Mortadella-Buch hat Christoph Hänsli eine Mortadella-Wurst der Länge nach in 332 Scheiben aufgeschnitten und jede einzelne gemalt. Das ganze ergibt laut Amazon-Produktbeschreibung ein hypnotisches Universum zwischen meditativen Mortadella Mandalas und sich langsam verändernden, zartrosa Sternbildern. Dem ist wohl nichts mehr hinzuzufügen.
Hier gibts das Buch: Mortadella-Buch (Amazon-Partnerlink)
Gefunden bei den Blog-Rebellen
Weiterführende Wurstlinks:
Dead Snow vs. Zombieland
In letzter Zeit sind zwei interessante Zombiefilme rausgekommen und ich hatte das Vergnügen, beide zu sehen - "Zombieland" und "Dead Snow". Beide Machwerke haben für ein gewisses Sehvergnügen meinerseits gesorgt, weshalb ich sie hier kurz vorstellen möchte.
Inhalt - Dead Snow

Eine Kompanie der Waffen-SS hat sich zusammen mit ihrem sadistischen Anführer am Ende des zweiten Weltkrieges in die schwedischen Berge zurückgezogen, wo sie verhungert sind. Über 60 Jahre später macht sich eine Gruppe Studierender auf in jene Berge, um dort ihren Winterurlaub in einer Berghütte zu verbringen. Es dauert nicht lange, bis sie Bekanntschaft mit den Nazi-Zombies machen, welche scheinbar wahllos einen nach dem anderen von ihnen abschlachten.
Inhalt - Zombieland

Nach einer Zombie-Apokalypse trifft der Eigenbrötler Columbus (links im Bild) auf den leicht verrückten Tallahassee und schließt sich ihm an. Beide treffen kurz darauf auf die Schwestern Wichita (mittig links im Bild) und Little Rock und lassen sich von den beiden übers Ohr hauen. Nach weiteren Zerwürfnissen schließen sich die beiden Duos jedoch zusammen und fahren gemeinsam nach L.A., wo es zum großen Showdown in einem Vergnügungspark kommt.
Beurteilung - Dead Snow
"Dead Snow" ist ein klassischer Zombiefilm in der Manier von "Evil Dead". Auch die Zombies sind eher verdammte Untote, als menschenfressende Braiiiiins!-Zombies, wie man sie bspw. aus "Day of the Dead" kennt. Trotzdem geht es gut zur Sache, und nachdem am Anfang kurz mit dem Element der Spannung gespielt wird, geht es recht bald zur eindeutigen Darstellung über.
Dabei macht "Dead Snow" einen soliden Eindruck. Auch wenn es sicherlich keine Multi-Millionen-Dollar-Produktion ist, können sich die Nazi-Zombies sehen lassen und auch die Action-Szenen wissen mitzureißen. Des weiteren versucht der Film die Auswirkungen dieser extremen Situation auf die Gruppendynamik zu beleuchten, was mir nicht nicht als spektakulär in Erinnerung geblieben ist, andererseits aber auch nicht vollkommen abwegig oder schlecht war.
Beurteilung - Zombieland
"Zombieland" ist im Grunde seines Herzens ein Action-Roadmovie und die post-apokalyptische Welt voller Zombies sorgt für das nötige Ambiente. Der Film versteht sich eher als Komödie, wofür besonders Woody Harrelson in seiner Rolle als Tallahassee sorgt. Um diesen seichten Charakter nicht zu zerstören (und ich schätze, um den Film auch einem etwas jüngerem Publikum zugänglich zu machen) wurde auf ausschweifende Splatter'n Gore-Szenen, wie sie bspw. "Braindead" zur Genüge bietet, sowie auf den Aufbau übermäßiger Spannung verzichtet. Außerdem sieht man dem Film die teure Produktion an und die Story ist gut ausgearbeitet. Die Figuren bieten eine gewisse Tiefe und auch die obligatorische Lovestory fehlt nicht.
Zusammenfassung
Beide Filme sind durchaus sehenswert. "Dead Snow" ist dabei eher etwas für die Freunde des Genres. Wer mit Zombies nichts anfangen kann, bekommt abseits davon nicht viel geboten, und wer auf der Suche nach einer tiefgründigen, philosophischen Geschichte ist, dürfte enttäuscht werden. Ansonsten gibt es solide Unterhaltung und Nazi-Zombies - das allein macht den Film sehenswert.
"Zombieland" dagegen ist nicht nur für Zombie-Freunde ein gefundenes Fressen. Der Film ist einfach witzig, Woddy Harrelson brilliert als verquerer Redneck-Haudegen und sogar Bill Murray hat eine nahezu groteske Nebenrolle - er spielt sich selbst. Dazu gibt es schöne Bilder der post-apokalyptischen USA, ordentlich Schießeisen und ein paar durchaus brauchbare Regeln für den Fall eines Zombie-Angriffs.
Schindelhauer – Fahrräder mit Zahnriemenantrieb

Aus meiner Heimatstadt Magdeburg kommt die kleine Fahrrad-Manufaktur Schindelhauer, die sich auf den Bau von Fahrrädern mit Zahnriemenantrieb verlegt hat. Das ist grundsätzlich keine schlechte Idee, da Zahnriemen im Vergleich zu normalen Ketten effizienter, leichter und weniger pflegebedürftig sind.
Obendrein sehen die Räder, die Schindelhauer entwickelt und welche auf so lustige Namen wie Viktor, Siegfried und Ludwig hören, ziemlich gut aus. Die Namensgebung ist wahrscheinlich ein Versuch, auf dem internationalen Markt Assoziationen mit der "guten, alten, deutschen Wertarbeit" zu wecken. Aber sei es drum - hätte ich einen Tausender zu viel auf dem Konto, würde ich mir so ein Schindelhauer-Fahrrad holen.
Und bis es soweit ist, düse ich weiter mit meinem klapprigen Damenrad durch good ol' Hannover.
(via Stilsucht)





