Guttenberg behindert Zulassung des ZugErschwG
Ich weiß nicht, was Guttenberg bzw. das Wirtschaftsministerium sich hierbei denkt, aber nachdem auf Biegen und Brechen, sowie der konsequenten Ignorierung tausender Proteste versuchte wurde, das ZugErschwG durch die Instanzen Richtung Zulassung zu prügeln, wird es einfach…
wegen europarechtlicher Vorgaben "zur Notifizierung" an die EU-Kommission weitergeleitet […].
Damit dürfte es unmöglich werden, den Gesetzesentwurf rechtzeitig vor Ablaufen der Legislaturperiode dem Bundespräsidenten zur Unterzeichnung vorzulegen, womit es gemäß Artikel 39 des Grundgesetzes verfällt.
Klingt erstmal toll, wäre aber, wenn es soweit käme, alles andere als ein Erfolg für die Gegner der sog. Internetsperren. Anstatt das Vorhaben in der Mauschelei verschwinden zu lassen, wäre es besser, wenn es auf offiziellem Wege vom Bundesverfassungsgericht gestoppt würde.
Auf jeden Fall bleibt abzuwarten, wie die Stellungnahmen diesbezüglich aussehen. Und bis es soweit ist, kräusele ich weiter die Stirn und frage mich, was das zu bedeuten hat. Eine vernünftige Antwort fällt mir nämlich nicht ein.
Nachtrag:
Laut Thomas Stadler ist das alles heiße Luft. Nicht unwahrscheinlich.
Kleine Umstellung auf SyntaxHighlighter

Wer schon ein paar meiner Tutorials gelesen hat, wird sich sicherlich gefragt haben, warum meine Code-Schnippel so trostlos und schlicht aussehen. Das ist eine gute Frage, die ich mir auch schon des öfteren gestellt habe und bezüglich derer ich mich nun um eine Antwort bemüht habe:
Ich benutze den falschen Code Highlighter!
Schlicht und ergreifend. Bisher habe ich CodeSnippet benutzt, welches sicherlich gar nicht so vekehrt ist. Aber an die Zeilennummerierung und die alternierende Zeilenhintergrundfarbe des SyntaxHighlighters kommt es einfach nicht ran. Überhaupt wirkt der SyntaxHighlighter viel frischer und ist wohl auch deswegen verbreiteter.
Deswegen kommt er ab jetzt hier zum Einsatz. Ach ja, sollte ich die Toolbar bei den Code-Boxen aktivieren…?
Gutes Essen braucht keine Gentechnik!??
Dieses Statement vom "Informationsdienst Gentechnik" ist wirklich seit langer, langer, langer Zeit das dämlichste, was mir unter gekommen ist. Ein paar Wohlstandskinder, die sich mit populistischen Mitteln gegen Gentechnik einsetzen, weil die Supermärkte ja auch ohne gut gefüllt sind. Jedenfalls in unseren Breiten, und das ist ja erstmal das wichtigste.
Also: Menschen entwickeln Nutzpflanzen seit Jahrhunderten durch Auslese, Kreuzung und Veredelung weiter und passen sie so den umwelttechnischen Gegebenheiten an. Nur so ist sichergestellt, dass der jährliche Ernteertrag die Ernährung ermöglicht. Gentechnik macht nichts anderes auf einer neuen Ebene.
Natürlich ist es fraglich, ob das so ein Segen ist, wie es manche Gentechnik-Befürworter darstellen. Inwiefern gentechnik-veränderte Pflanzen für Mensch und Tier gesundheitsschädlich sind, muss erst noch abschließend erforscht werden. Ebenfalls sind die so genannten Terminator Seeds zu verurteilen, deren Früchte nicht als neues Saatgut verwandt werden können, wodurch die Farmer in die Abhängigkeit großer Saatgut-Konzerne getrieben werden.
Es ist wichtig, dass diesbezüglich ein transparenter Diskurs stattfindet, frei von Populismus und Ideologien. Scheißhausparolen wie "Keiner wills, keiner brauchts (Gentechnik; Anm. d. Autors)", kann sich der entsprechende Verfasser direkt ans Knie nageln. So ein dummes und erbärmliches Geschwätz ist wenig zielführend und sorgt — sicher nicht nur bei mir — für hohen Blutdruck. Und dass das auf lange Sicht nicht gesund ist, steht wohl außer Frage.
Zum Schluss noch ein paar Worte zur obigen Abbildung: Es handelt sich dabei um eine Postkarte, welche man an den Handelskonzern Rewe schicken soll. Es wird gefordert, dass Lebensmittel gekennzeichnet werden, wenn sie gentechnisch veränderte Pflanzen beinhalten. Sicherlich eine sinnvolle Sache, allerdings würde es mir als Verantwortlichen bei Rewe schwer fallen, das Gesuch ernst zu nehmen, angesichts des an Ignoranz nicht zu übertreffenden Slogans auf der Vorderseite der Karte.
Weiterführende Links:
Hat mein Abgeordneter für Netzsperren gestimmt?
Das ist eine interessante Frage und Dank Wortfeld dürfte es nicht schwer fallen, eine Antwort zu finden. Man muss nur wissen, wie der/die Abgeordnete des eigenen Wahlkreis heißt, und schon kann die Suche auf beginnen Hat mein Abgeordneter für Netzsperren gestimmt? beginnen.
(via aptgetupdate)
Die Netzsperren haben den Bundestag passiert
Genau genommen sind es nicht die Netzsperren, sondern das Gesetz zur Zugangserschwerung zu Kinderpornografie im Internet, welches heute mit 389 Ja-Stimmen, 128 Nein-Stimmen und 18 Enthaltungen im Bundestag abgesegnet wurde. Möglicherweise schon ab diesem Sommer wird auf Seiten, die auf der Sperrliste stehen, ein Stopp-Schild zu sehen sein, und nicht mehr der eigentliche Inhalt. Eine Löschung des eigentlichen Inhalts wird zwar angestrebt, findet aber nicht zwingend statt.
Dass es soweit gekommen ist, kann ich immer noch nicht wirklich glauben. Den Verantwortlichen in CDU und SPD scheint die Tragweite dieser Entscheidung nicht klar zu sein. Über 130.000 Menschen haben in der erfolgreichsten Online-Petition der deutschen Geschichte ihre Stimme ganz klar gegen dieses Gesetzes-Vorhaben abgegeben. Nicht, weil ihnen das Gesetz nicht gefallen hat, sondern weil sie sich durch dieses Gesetz in ihren Grundrechten berührt sehen.
Diese Menschen wurden ignoriert. Das ist bitter und enttäuschend. Man fühlt sich hilflos, wenn man in einer Demokratie lebt und von der Regierung einfach nicht gehört und ernst genommen wird. Ich kann nur hoffen, dass das nicht ohne Konsequenzen bei der kommenden Bundestagswahl bleibt. Denn wie schreibt René auf Nerdcore so schön:
Und hier nun der Fehler: Diese 500.000 Leute sind Teilnehmer im Netz. Die neuen Produzenten von Tweets, Postings und Content im Netz. Mit einem anderen Wort: Multiplikatoren. Und Sie wollen nicht wirklich 500.000 Multiplikatoren gegen sich haben, oder? Haben sie aber, von jetzt auf ewig. Zum Vergleich: Die alteingesessene FAZ hat eine Auflage von 360.915 Exemplaren.
Hoffen wir, dass er recht behält und das Internet mit seiner Fähigkeit nichts zu vergessen einen Ausgleich zum generell ziemlich miserablen kollektiven Gedächtnis der Gesellschaft bildet. Hier geht es schließlich nicht nur um einen Denkzettel bei der Bundestagswahl. Hier geht es um einen Generationenkonflikt und einen Wandel, der endlich vollzogen werden muss. Es kann nicht länger sein, dass Menschen über das Internet entscheiden, die keine Ahnung davon haben und ignorant und unangemessen an dieses Medium herangehen.
Weiterführende Links:
- Das Gesetz für Netzsperren ist beschlossen: Meine Unabhängigkeitserklung des Internets von der deutschen Politik
- Bundestag verabschiedet Gesetz für Web-Sperren
- Bundestag billigt Gesetz zur Internetzensur - Piraten rufen zu Demonstrationen auf
- Weshalb die Diskussion um Internet-Sperren Deutschlands Politikern (und dem Allensbach-Institut) Angst machen sollte
Hallo Welt!
Es ist 1.40Uhr in der Nacht, die Internet-Verbindung ist erschütternd langsam, neben mir steht eine halbvolle Flasche Gerstensaft und aus den Boxen säuselt entspannte, der Zeit angemessene Musik. Nach 10 Stunden Arbeit und diversen, massiven Puls-Ausschlägen nach oben (die Verbindung schwächelt nicht erst seit 5 Minuten…), ist es nun an der Zeit den Standard-WordPress-"Hallo Welt!"-Beitrag in einen angemessenen Auftakt zu verwandeln.
Dass ich den Titel dabei lasse wie er ist, möge man mir verzeihen. Und auch sonst gleicht dieser Start eher einem Richtfest, als einer pompösen Eröffnungsfeier. Es gibt noch einiges zu tun: Diverse Plugins wollen installiert werden, die Internet Explorer (ganz vorn die allseits beliebte Version 6) fordern ihre Sonderbehandlung ein und überhaupt müssen Inhalte her. Bis zur offiziellen Eröffnung steht also noch einiges an Arbeit an.
Im Laufe der nächsten Woche wird sich das jedoch ändern, hier und da wird noch noch "etwas verputzt" und der eigentliche Betrieb des Blogs kann aufgenommen werden. Mittelfristig wird auch der Bereich "Güter" gefüllt werden, wo es bspw. WordPress-Themes zum Download geben wird.
In diesem Sinne freue ich mich auf einen gelungenen(?) Start und bin gespannt, was die Zukunft so bringt.

