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Beiträge zum Thema JS, HTML, CSS & anderem Kram

This is a rather unusual post as it is written in english. So don't be irritated by the fact that everything around here on this blog is in german. I switched the language for this post because I wanted to write a response to an article on Smashing Magazine about Full-stack JavaScript. Normally I would have just written a comment over at Smashing Magazine's, but this comment would have gotten way too long.

Also I want to shortly clarify my relationship to JavaScript. I'm working as a frontend developer for an agency in Hanover and I actually love writing JavaScript. In fact I have to love writing JavaScript as it is my main programming-/scripting-language. I'm quite familiar with PHP too and I wrote a little Python some time ago, but most of the time I'm writing JavaScript. And therefor I would get in real trouble if I started to hate writing it.

So what's wrong with this article on Full-stack JavaScript? Actually it's overall a good post and provides a wide overview on the topic. But beside the fact, that I disagree with the author when he states that asynchronous, callback-based code is easier to read and understand than synchronous (linearly written) code (e.g. PHP), I don't like the announcement of the "Full-stack-JacaScript-developer-dude/-dudess" he implicitly makes.

It's correct that it is easily possible to to have an application (client and server) fully running on JavaScript. But in my perception Alejandro Hernandez negates the fact that there still exist two different environments, though they both run the same language. And these environments provide different requirements to the developer. On the client-side it's about creating a user experience, dealing with user interaction and device deficiencies. Sure, with client-side-rendering and -routing formerly unusual tasks arrived on the client-side, but IMHO that doesn't equate client- and server-side programming.

On the server-side again there are tasks that could easily be located on the client-side (e. g. SQLite is implemented on both sides of the wire), but that's only a small part of the tasks a common server-side progammer is confronted with. There are way more things to do with data than fetching it from/writing it to a database. This is the kind of computer-sience-stuff a frontend developer has few to nothing to do with with when she's juggling HTML, CSS and JavaScript in the presence of various browser quirks.

That's why I think it's risky to suggest that there could prospectively be one kind of developer that is writing the full stack in JavaScript. And I think Alejandro Hernandez is exactly doing this in his article.

TL;DR

Though client and server are nowadays able to run the same programming language, I think there won't arise a new species of full-stack developer that addresses all the requirements issued by these two environments. Though there is an overlap in tasks and some people out there have a really broad understanding of various JavaScript-driven environments, the common case will be a specialized developer that does reliable work either on either the client- or the server-side.

Anarchy

Photo by Kim Yokota (CC)

Da ich mich gerade auf einem beliebten und nicht unumstrittenen Social Network über den SpOn-Artikel “NSA-Spähprogramm: Friedrich fordert Deutsche zu mehr Datenschutz auf” aufgeregt habe und das zu einem relativ umfangreichen Kommentar geführt hat, möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich auch noch einmal öffentlich zu echauffieren.

Unser werter Bundesminister des Inneren, HP Friedrich, hängt nämlich der Meinung nach, die Lösung gegen Totalüberwachung à la NSA wären größere Bemühungen seitens der Bürger, sich selbst zu schützen. Nun bin ich sicherlich kein Anhänger des paternalistischen Staates. Ich erfreue mich meiner Mündigkeit und bin gerne bereit, die damit einhergehende Verantwortung für mich und mein Handeln zu tragen.

Doch alles hat Grenzen. Ich besitze beispielsweise keinen prall gefüllten Waffenschrank. Zwar besteht die hypothetische Möglichkeit von vorsätzlichen Eingriffen in meine körperliche Unversehrtheit durch Dritte, doch hat hier der Staat die Hoheit über die Sicherung meiner Gesundheit. Das ist auch in Ordnung. So genannte “Wild-West-Zustände” halte ich für wenig konstruktiv.

Wenn man sich dagegen die gebetsmühlenartig vorgetragene Beteuerung, das Internet sei kein rechtsfreier Raum, und die teilweise recht strenge “Hacker-Gesetzgebung” anschaut, verwundert es jedoch stark, dass es bei der Überwachung durch (ausländische) Geheimdienste auf einmal anders sein soll. Dass hier nicht mehr der Staat die Wahrung der Grundrechte seiner Bürgerinnen und Bürger übernimmt, sondern dass diese sich selbst helfen müssen.

Herr Friedrich scheint der Meinung zu sein, dass man übernommene Verantwortung mal eben ablegen kann, wenn es opportun erscheint. So viel mangelnde Souveränität und Integrität ist erschreckend!

Manchmal habe ich das Gefühl, es gibt Menschen da draußen, die das title-Attribut für ein SEO-Spielzeug halten. Eine Möglichkeit noch ein paar zusätzliche Infos für Google mit auf den Weg zu geben, um in den Rankings besser dazustehen. Das macht man, wenn man Lust darauf hat. Oder lässt es, wenn man nicht zu den Pedanten in Sachen Suchmaschinenoptimierung gehört.

Allerdings spielt das title-Attribut auch in Sachen Usability eine Rolle. Es bietet die Möglichkeit, dem Nutzer (tiefergehende) Informationen bezüglich eines Bildes oder eines Links zu geben.

Das title-Attribut bei Verweisen

Links sind immer in ihrer Wortzahl begrenzt, da nur in den wenigsten Fällen ein ganzer Textabschnitt zum Link umfunktioniert wird. Eher sind es Teile von Sätzen oder - außerhalb von Textabschnitten - einzelne Begriffe, die auf andere Seiten verweisen. Auf jeden Fall kriegt man in der Link-Beschriftung nie den Namen der Seite, auf die verwiesen wird, deren Beschreibung, sowie eine kurze Beschreibung des Inhalts der Unterseite - falls nicht auf die Startseite verwiesen wird - unter. Mithilfe des title-Attributs ist das jedoch möglich.

Angenommen, man möchte auf eine Unterseite der Website des deutschen Dackel-Clubs verweisen, die sich mit dem Thema Aufzucht befasst. Erste Möglichkeit ist es, den Link im Text unterzubringen:

HTML
<p>… bei der <a href="dackel-club.tld/path/to/aufzucht/" title="Deutscher Dackel-Club - Informationen zur Aufzucht von Dackeln">Aufzucht</a> von Dackeln …</p>

Ohne das title-Attribut weiß man nicht, wohin der Begriff "Aufzucht" führt. Durch Setzen des title-Attributs kann der Leser es jedoch herausfinden, indem er den Cursor etwas länger über dem Link ruhen lässt.

Eine weitere Möglichkeit ist es, den Link unterhalb des Textabschnitts zu setzen:

HTML
<a href="dackel-club.tld/path/to/aufzucht/" title="Deutscher Dackel-Club - Informationen zur Aufzucht von Dackeln">Deutscher Dackel-Club</a>

Der Leser sieht, dass es weitergehende Informationen beim deutschen Dackel-Club gibt, doch worum es sich genau handelt, kann er aus der Link-Beschriftung "Deutscher Dackel-Club" nicht herauslesen. Das title-Attribut gibt hier mehr Aufschluss.

Nun wird der eine oder die andere vielleicht einwerfen, dass man den Inhalt des Link-Ziels doch aus dem Thema des Textes ableiten kann. Das ist sicherlich richtig, doch will man seine Besucher immer raten lassen oder lieber klar definierte Informationen liefern?!

Das title-Attribut bei grafischen Verweisen

Als erstes zwei Beispiele, die mich überhaupt dazu bewogen haben, diesen Text zu schreiben:

  1. Thinking for a Living
  2. Interview with Tom Hoops

Bei beiden Seiten tauchen links und rechts des Inhalts zwei große Pfeile auf, die einen mehr oder weniger verfolgen und geklickt werden wollen, jedoch nicht preisgeben, welchen Zweck sie haben. Das ist äußerst irritierend und sollte auf jeden Fall vermieden werden. Das gleiche ist es mit Icons und Piktogrammen. Klar weiß ich, wenn ich ein kleines Stift-Symbol auf einer Seite sehe, dass da was bearbeitet werden kann. Doch was genau, sagt mir die Grafik nicht.

Möchte man also vermeiden, dass Nutzer unnötig klicken müssen, um den genauen Zweck des Links zu ergründen, dann sollte man sich des title-Attributs befleißigen und so unnötiges Herumraten und möglicherweise Frust vermeiden.

Das title-Attribut bei Bildern

Neben dem alt-Attribut, kann man zur Beschreibung von Bildern auf Webseiten auch das title-Attribut benutzen. Dies kann durchaus sinnvoll sein, denn nur die wenigsten Bilder sprechen für sich und den Inhalt des alt-Attributs bekommt der durchschnittliche Besucher nicht zu sehen, es sei denn der Pfad zum Bild ist falsch gesetzt.

Allerdings muss man in diesem Fall etwas relativieren. In letzter Zeit haben sich immer mehr die so genannten Image-Captions durchgesetzt, bei denen die Beschreibung des Bildes direkt unterhalb des selben stehen. Das ist für den Besucher sicherlich sinnvoller, da die Beschreibung so direkt ersichtlich ist, und man nicht erst den Cursor auf dem Bild "parken" muss. Bedient man sich der Image-Captions, wird das Setzen des title-Attributs wirklich zu einer reinen SEO-Aktion.

Verzichtet man jedoch auf Image-Captions, sollte man den Besuchern, die noch über ihr Augenlicht verfügen, den Gefallen tun und das title-Attribut befüllen.

So, das war mein kleiner Diskurs am Morgen. Ich freue mich natürlich immer auf andere Ansichten zu diesem Thema. Wenn ihr also bei dem ein oder anderen Punkt der Meinung seid, das stimmt so nicht, wie ich es geschrieben habe, dann nutzt die Kommentar-Funktion und ergreift das Wort.

Jack Wolfskin-Logo entfernen

Seit ein paar Tagen versucht mal wieder eine Firma ihre Marke zu schützen und reitet sich damit nach allen Regeln der Kunst in die Scheiße. Wer das mediale Echo verfolgt hat oder sich nicht zu schade war, den Titel dieses Beitrags zu lesen, weiß um welche Firma es geht: Jack Wolfskin. Dieses Unternehmen produziert Lifestyle-Outdoor-Klamotten größtenteils für Leute, die mit Wetter in Berührung kommen, wenn die Tiefgarage voll ist und sie vor dem Haus parken müssen.

Aber darum geht es nicht, sondern darum, dass Menschen abgemahnt werden, die bei Dawanda Produkte verkaufen, auf die bspw. eine Pfote gestickt ist, die der Jack-Wolfskin-Pfote ähnelt. Das ganze geht natürlich mit Gebühren von knapp unter 1000 Euro einher. Nun hat Jack Wolfskin eine Stellungnahme veröffentlicht.

Deren Kernaussagen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Natürlich bedauert Jack Wolfskin den Vorfall. An deren Stellen würde ich nach den Wellen, die diese Sache geschlagen hat, auch im Selbstmitleid versinken.
  • Die Aktion war reine Selbstverteidigung. Zwar kann man die Anzahl der Leute, die jene Produkte mit der "geklauten" Jack-Wolfskin-Tatze darauf kaufen, wahrscheinlich an zwei Händen abzählen, aber trotzdem wiegt der Image-Schaden schwer. Nicht zu vergessen die unzähligen Nachahmer, die sich durch Stick- und Häkelware ermutigt sehen.
  • Trotzdem darf jeder Pfoten-Symbole benutzen, wenn diese nur nicht der Jack-Wolfskin-Tatze zu ähnlich sehen. Mir kommen die Tränen. Diese Geste ist an Generösität nicht zu überbieten. Vielen Dank, Jack Wolfskin!

Dazu fällt mir ein, dass ich einmal Post von der Rechtsabteilung von Nivea bekam. Ich hatte eine Domain registriert, auf die sie gemäß Markenschutzrecht Anspruch hatten. Es entstand ein kurzer, höflicher Briefwechsel, ich habe die Domain überschrieben - und das wars. Ohne Rechnung für entstandene Kosten. Man kann das also auch anders regeln. Höflich, indem man mit Menschen redet und so auftritt, dass man die - ach so schützenswerte Marke - nicht innerhalb von drei Tagen komplett in den Dreck zieht.

Mehr zum Thema:

Foto: Removing Jack Wolfskin Logo unter Creative Commons-Lizenz


Update 29. März 2013:

Auf dem letzten ConventionCamp (2013) erzählte ein Verantwortlicher von Jack Wolfskin bezüglich obigen Falles noch, dass seinerzeit eine Verkettung ungünstiger Faktoren stattgefunden hätte und die Angelegenheit dadurch eine negative Dynamik bekommen hätte. Man sei intern selbst nicht glücklich mit dem Fall gewesen und wolle es zukünftig besser machen.

Scheinbar wurden die Strukturen bei Jack Wolfskin jedoch nicht vollständig durchbrochen, wie die neuerliche Abmahnung gegen die Macher des "Fünf Freunde"-Films zeigt. Zwar muss man zugestehen, dass dieses mal eine Konfrontation auf ungefährer Augenhöhe stattfindet und nicht blindlings Privatpersonen abgemahnt werden. Doch wie der Marketing-Blog so treffend feststellt, drängt sich einem der Eindruck auf, Juristen wären bei Jack Wolfskin mit der Markenführung betraut. Und das mit zweifelhaftem Erfolg.

Sicherlich ist es nicht von der Hand zu weisen, dass man als Unternehmen beim Schutz seiner Marke eine gewisse Konsequenz an den Tag legen muss, um die Ansprüche an die Marke nicht zu verlieren. Aber im Falle von Jack Wolfskin hat sich das meines Erachtens zu einer unendlichen Geschichte voller Missverständnisse entwickelt. Um ehrlich zu sein, habe ich das Gefühl, dass hier ein Re-Branding angebracht wäre. Und zwar mit einer weniger generischen Bildmarke.

Das wäre zwar mit erheblichen Kosten verbunden, aber letztlich ist das der Schutz der bisherigen Bildmarke auch.

Wenn man sieht, mit wieviel Inkompetenz und Selbstherrlichkeit die Politik an das Thema Internet rangeht, kann einem Angst und Bange werden.

Andererseits ist es ziemlich amüsant zu sehen, wie sie mit der gleichen Imkompetenz und Selbstherrlichkeit an das Thema Netzwahlkampf rangeht. Natürlich bietet das Internet ganz neue Möglichkeiten und man kann sagen, dass es ein sehr schnelles Medium ist, was die Informationsverbreitung angeht. Allerdings wird dabei der Umstand etwas vernachlässigt, dass das Internet gleichermaßen ein entschleunigtes, bi-direktionales Dialog-Medium ist.

So kann in Zeiten des Wahlkampfs jede/r halbwegs rethorisch begabte/r Volksvertreter/in auf dem Marktplatz auf einen einreden, bis man mit einem Jute-Beutel voll Info-Material nach hause geht, und sich womöglich noch das Versprechen hat abringen lassen, sie/ihn zu wählen. Im Internet freilich sieht das anders aus. Da kommt man nicht nur zu Wort — sei es nun in Blog-Kommentaren oder in Diskussionen in irgendwelchen Social Communities —, sondern hat auch noch die Zeit seine Worte sorgfältig zu wählen (auch wenn das nicht immer jedem "Troll" gelingt).

Des weiteren ist im Internet theoretisch jeder eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Entweder explizit, oder aber indirekt aufgrund des Umstandes, dass man nicht ausgeschlossen werden kann. Der Dialog findet also auf einer ganz anderen Ebene statt bzw. es findet überhaupt ein Dialog statt. Man kann als Politiker/in also nicht einfach drauf los parlieren, sondern muss sich auch — möglichweise unangenehmen — Fragen stellen und hin und wieder offen rechtfertigen, was überlegt geschehen sollte, da das inhaltslose, unreflektierte Parlieren wiederum zu neuen — möglichweise unangenehmen — Fragen führt.

Das sind sicherlich keine neuen Erkenntnisse, aber wozu mache ich mir die Mühe, einen Blog zu betreiben, wenn ich nicht hin und wieder meine zwei Cent Häme loswerden kann.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.

Weiterführende Links:

designenlassen.de

Auf dem Fontblog wurde heute ein offener Brief von Stefan Maas an den Online-Dienst DesignenLassen.de veröffentlicht. (Link zu DesignenLassen.de)

Es geht darum, dass das Geschäftsmodell die Preise kaputt mache und den Stand der Designer generell schädige. In den Kommentaren fallen Begriffe wie "Ausbeutung" und "moderne Sklaverei", und wenn man sich das Konzept von DesignenLassen.de anguckt, hat man das Gefühl, dass das gar nicht so weit hergeholt ist.

Trotzdem finde ich, dass bei der Debatte oft zu kurz und zu emotional gedacht wird. Ich wollte deshalb einen Kommetar dort zurücklassen, der relativ schnell Ausmaße erreichte, die problemlos einen Blogpost hergeben. Deshalb veröffentliche ich ihn nun auch hier:

Generell gilt, wer mit Peanuts zahlt, bekommt Affen. Von daher werden in den meisten Fällen nur Unternehmen auf den Service von DesignenLassen.de zurückgreifen, die entweder nicht das nötige Geld für einen Designer haben oder es nicht ausgeben wollen. Diese Unternehmen würden alternativ wahrscheinlich gar kein "Design" kaufen.

DesignenLassen.de schöpft also die kleinen Beträge ab, wo unter normalen Umständen gar kein Geld fließen würde. Das wiederum würde ich grundsätzlich nicht als verkehrt bezeichnen.

Auf der anderen Seite bieten auf DesignenLassen.de doch nur Designer ihren Dienste an, für die diese Preise in Ordnung sind. Auf Leute, die professionell in diesem Bereich arbeiten, wird das grob geschätzt einfach nicht zutreffen. Vielmehr betätigen sich dort Menschen, die den Design-Kram nur hobby-mäßig nebenbei machen und nun die Möglichkeit haben, auch ein paar Euros damit zu verdienen, oder junge Designer, die noch einen Fuß in die Tür kriegen müssen.

Für letztere ist DesignenLassen.de sicherlich besser, als ein Jahr unbezahltes Praktikum in einer pseudo-hippen Werbeagentur. Und wenn man wirklich was von seinem Handwerk versteht, wird sich die Liste an Kontakten und Referenzen schnell füllen, so dass man früher oder später richtige Aufträge machen kann, von Auftraggebern, die ein wirklich individuelles Design wollen und bereit sind, den entsprechenden Preis zu zahlen.

Natürlich besteht die Gefahr, dass Leute angesichts des Angebotes von DesignenLassen.de auf den Trichter kommen, ein gutes Design wäre günstig zu haben, aber auch die werden merken, dass Qualität ihren Preis hat. Und alle anderen geben dann halt mal 100 Euro aus, anstatt das neue Firmen-Logo für umme vom Neffen machen zu lassen, weil der gut mit MS Paint um kann.

Deshalb mein Fazit: Ruhig bleiben und keine voreiligen Schlüsse ziehen und den Weltuntergang antizipieren. Wenn man mal nicht direkt den Teufel an die Wand malt, stellt sich DesignenLassen.de eher als Chance für Amateure, denn als Gefahr für Profis heraus.

Meine zwei Cents, vielen Dank.

Wie man SpOn heute entnehmen kann, fordert unsere Lieblingsfamilienministerin Frau von der Leyen Benimm-Regeln für das Internet.

Ziel es sei, gemeinsam mit den Verantwortlichen sowie jugendlichen Nutzern einen Verhaltenskodex zu entwickeln. Außerdem müssten minderjährige Internet-Surfer über die Gefahren des Netzes aufgeklärt werden - zum Beispiel darüber, "dass sich Erwachsene mit üblen Absichten in ihre Chats einschleichen können".

Nun ist es ja so, dass sogenannte "Nettiketten", die das höfliche und respektvolle Miteinander im Internet definieren, schon seit Jahren an allen Ecken und Enden des virtuellen Raums zu finden sind. Zusätzlich kann jeder auf seine eigene Sozialisation bezüglich Höflichkeit und Respekt bauen. Es ist also nicht so, dass die Leute den Browser anmachen und plötzlich zivilisatorisch auf einer Stufe mit den Neandertalern stehen (nichts gegen Neandertaler!).

Auch die nicht zu vernachlässigende Gefahr für Kinder und Jugendliche in Chats ist nichts vollkommen neues, sondern in gewisser Weise das virtuelle Pendant zum "zu Fremden ins Auto steigen". Und irgendwie scheinen die meisten Eltern ihren Kindern beibringen zu können, dass man das nicht tut, auch ohne überengagierte Familienministerinnen, die im Eifer des Wahlkampfs irgendwelche Verhaltenskodizes aufstellen müssen.

Trotzdem lässt es sich nicht verleugnen, dass im Internet häufig mal Leute über die Stränge schlagen und sich nach wie vor äußerst unkoschere Personen in den Chat-Räumen aufhalten. Doch wo liegt dann das Problem?

Könnte es vielleicht sein, dass Kinder allein gelassen bezüglich Internet? Dass Eltern ihnen zwar alles mitgeben, beim Aufwachsen in der realen Welt, sie aber beim Erfahren der virtuellen Welt sich selbst überlassen, da sie selbst keine Ahnung davon haben? Und wenn dem so ist, was bringt ein Wahlkampfgeschrei nach Benimm-Regeln im Internet, wenn die Generation, die dafür zuständig ist, die Werte der Gesellschaft an die nächste Generation zu vermitteln, auf einem riesigen Feld schlichtweg versagt?

Wir können alle möglichen Verhaltenskodizes unters Volk streuen, ändern wird sich allerdings erst etwas, wenn junge Menschen nicht mehr alleine in die virtuelle Welt stolpern, sondern wenn sie dabei an die Hand genommen werden von Menschen, die schon länger in dieser Welt zu hause sind und ihr Wissen und ihre Werte weitervermitteln können. Genauso, wie es seit Jahrtausenden in der realen Welt Standard ist.

Trotzdem danke, Frau von der Leyen, für ihr hohles "Ich nehme die Herausforderung Internet ernst"-Wahlkampf-Gebrabbel.

Weiterführende Links:

Alle scheinen sich derzeitig über die neue Vodafone-Kamapgne aufzuregen. Das liegt zum einen sicher am Mitwirken von Sascha Lobo und zum anderen an Aussagen, wie diesen:

Die „Generation Upload“ ist Herr über ihre Zeit. Sie nutzt moderne Kommunikationstechnologien nicht als Selbstzweck, sondern vielmehr als Werkzeug zur Selbstverwirklichung. Es sind normale Menschen wie Du und ich. Und doch oder gerade deswegen sind sie die Helden von heute.

Ich selbst gehöre nicht zu den Sascha Lobo-Jüngern. Ich möchte sogar anzweifeln, dass er es schafft, die sogenannte "Generation Upload" am besten zu repräsentieren. Andererseits passt seine Frisur zur Corporate Identitiy von Vodafone und wenn sich nicht jeder, der den Werbespot sieht, mit ihm identifizieren kann, ist das sicherlich auch nicht tragisch.

Und was das Zitat anbelangt: Ich selbst habe vorhin in einem Kommentar auf Stylespion geschrieben, dass derartig anbiederndes Werbegeseier bei mir nicht die erwünschte Hoffnung entfalten wird. Allerdings ist das Zitat vom Vodafone-Blog und bestes PR-Deutsch. Sowas gehört zwar nicht unbedingt auf einen Corporate Blog, aber im Eifer des Gefechts passiert das schon mal. Schön blöd, aber kein Grund, die ganze Kampagne zu verurteilen.

Deshalb meine Meinung: Die Kampagne ist die ganze Aufregung nicht wert. Es gibt hippe Musik, hippe Leute, viele Farben und sogar eine Repräsentantin der Silversurfer. Das Rad wird nicht neu erfunden, es wird niemandem auf den Schlips getreten und von der Aufmachung unterscheidet sie sich nicht groß von früheren Kampagnen.

Warum also so ein Wind?!

Weiterführende Links:

apple - computer

Wie man gestern auf Heise Online lesen konnte, fordert der Springer Konzern eine Zwangsabgabe auf jeden verkauften Computer zusätzlich zur GEZ-Gebühr. Mit dem Geld sollen Zeitungsverlage am Leben erhalten werden, die sich nicht mehr aus eigenen Kräften am Markt behaupten können, aus welchen Gründen auch immer.

Das ist in etwa so, als würde ich mich auf die Klausuren in der kommenden Woche so vorbereiten, dass ich mir krampfhaft überlege, wie ich jede größere geistige Anstrengung vermeiden kann. Dann überlegt man sich, ob man einen Spickzettel schreibt, ob man die Klausur auf welchen dunklen Wegen auch immer schon vorher besorgen kann oder ob man einfach krank macht.

Schlussendlich kommt man aber nicht drum herum, sich mit der Realität zu konfrontieren, in den sauren Apfel zu beißen und zu lernen. Das gleiche werden die Zeitungsverlage früher oder später auch machen müssen. Anstatt sich also irgendwelche imaginären Strohhälme hin zu parlieren, an die man sich vermeintlich klammern kann um nicht unterzugehen, werden sie nicht umhin kommen die Angelegenheit mal richtig in die Hand zu nehmen, ihr Geschäftsmodell anzupassen und dem Wandel Rechnung zu tragen.

Und das mit den nötigen Konsequenzen. Sind sie auch noch so unangenehm.

PS: Unnötig, das zu erwähnen, aber nach dem Abwägen des Für und Wider des BILD'schen Journalismus-Prinzips, wage ich zu behaupten, dass die BILD-Zeitung ganz objektiv betrachtet nicht unterstützenswert ist.

(Bild: Apple II unter CC-Lizenz)

flickr2twitter

Endlich hat Flickr es geschafft, seinen Dienst mit Twitter zu verknüpfen. Man kann nun seinen Twitter-Account zur Liste seiner Blogs bei Flickr hinzufügen und hat dann über jedem seiner Fotos, sowie über den Fotos der User, die das erlauben, einen Button, um das Foto zu twittern.

Allerdings ist das ganze eine ziemlich schwache Nummer, wie der Titel dieses Beitrags leise andeutet. Das t3n Magazin weist denn berechtigterweise auch darauf hin, dass Dienste wie Twitpic und yFrog diesen Service schon seit geraumer Zeit anbieten, ohne dass Flickr auch annähernd auf die Idee gekommen wäre, dass da in ihrem Bereich "gewildert" wird: Der Fotografie.

Ein weiterer Punkt ist der, dass es bei Flickr2Twitter eigentlich nicht nur darum geht, den Usern das "Einbauen" von Bildern bei Twitter zu ermöglichen. Bilder auf Twitter haben einen ganz anderen Anspruch, als Bilder auf Flickr, wenn man es mal oberflächlich betrachtet. Von daher kann man nachvollziehen, dass Flickr nichts mit dieser Handy-/"Guckt mal, was ich gerade esse"-Knipserei auf Twitpic und yFrog zu tun haben wollte.

Allerdings wird da der Aspekt übersehen, dass Twitter auch für bestehende Flickr-User eine gute Möglichkeit ist, Publicity zu bekommen. Genauso, wie auf jedem ernstzunehmenden Blog unter jedem Beitrag ein Twit This-Button ist und Dienste, wie bspw. YiGG oder Mister Wong es ermöglichen, jede neu eingereichte Nachricht, direkt auf Twitter abzusetzen, so ist diese Möglichkeit auch für Flickr-User eine wahre Goldgrube an Klicks (eine entsprechende Follower-Schar vorausgesetzt).

Daran hat man bei Flickr anscheinend aber nie gedacht. Wahrscheinlich dachte man, dass man selbst so viel Traffic hat, dass man auf Dienste wie Twitter nicht angewiesen ist. Wer weiß das schon…

Auf jeden Fall zeugt die Integration von Twitter über die Blog This-Funktion letztlich nicht von Weisheit dahingehend. Schließlich kann man diese Funktion für andere User erlauben oder nicht, eine Ausnahme für Twitter wird jedoch nicht gemacht. Dabei ist es ein Riesenunterschied, ob ich das Bild von jemandem auf meinen Blog einbaue, oder nur einen Link auf das Bild bei Twitter setze. Zugegeben, einen Tweet mit einem Link auf ein Foto bei Flickr kann ich mir auch selber zusammen schustern, aber letztendlich stellt sich die Frage, inwiefern man die Möglichkeiten von Social Media nutzen, und seinen Usern die Nutzung seines Dienstes so einfach wie möglich gestalten kann.

Der langen Rede kurzer Sinn:

Flickr kommt viel zu spät mit einem Feature und präsentiert das dann auch noch unausgereift. Chapeau!