Die Apple-Religion und ihre Missionare

Gestern haben wir zu zweit auf einen Bekannten, der nebenbei erwähnte, dass er einen neuen Laptop gebrauchen könnte, eingeredet und ihn mit allen Mittel davon zu überzeugen versucht, dass er etwas aus dem Hause Apple™ bräuchte. Zwischendurch habe ich mich zwar gefragt, was ich da mache, aber vom Missionieren habe ich trotzdem nicht abgelassen. Schlussendlich konnten wir ihn davon überzeugen, mal das MacBook Air zu testen, woraufhin mich ein Gefühl tiefer Zufriedenheit durchströmte.
Nun ist es ja so, dass ich beim Vermitteln eines neuen Kunden an meine Muckibude ein Handtuch bekomme. Nicht, dass ich das bräuchte, aber es ist eine Geste. Wenn ich dagegen einen Computer im Wert von 1399,00 € vermittele, gibt es nichts. Kein Handtuch, keine Gutschrift, nicht mal einen feuchtwarmen Handschlag. Und natürlich wird Apple™ einen Scheißdreck tun, auch nur einen Pfifferling für erfolgreiche Mundpropaganda anzubieten. Schließlich kriegen sie es durch die zahlreichen Apple™-Fanboys und -Jünger für lau. Es wäre also ökonomischer Unsinn, ein Belohnungssystem einzuführen. Apple™ ist schließlich keine zweitklassige Muckibude.
Allerdings fühle ich mich nicht wohl bei der Sache. Ein Korrektiv muss her. Deshalb habe ich beschlossen, ab jetzt jeden, der auch nur ansatzweise erwähnt, einen neuen Laptop zu brauchen, so lange zuzutexten, etwas aus dem Hause Acer™ zu kaufen, bis er oder sie entnervt aufgibt. Die Firmen, die ich empfehlen werden, rotieren im 3-Monats-Rhythmus. Danach ist bspw. Sony™ dran, dann vielleicht Lenovo™, und irgendwann komme ich wieder bei Apple™ an.
Da freue ich mich schon drauf.
(Bild: Autumn harvest von tanakawho unter CC-Lizenz)
Nils
– 17.6.2009Verdammt. Du hast recht. Wir sollten das mit der Provisionsidee verbinden und machen Hälfte/Hälfte.
Emanuel
– 18.6.2009auf jeden fall. die frage ist nur, wie überzeugen wir apple davon?